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Ich reite doch kein Bauernpferd! Läuterungen eines Ehemannes

Als ich meine Frau kennen lernte, ritt ich einen Brandenburger namens „DEUS“. Ein Pferd von stattlicher Natur mit 178cm Stockmass. Auf ihm habe ich reiten gelernt und ich kaufte ihn nicht nach seinem Wesen und Eignung, sondern weil das herrschaftliche Erscheinungsbild meinen innerlichen Chromstahl polierte. Alles war gut, solange sich kein Vogel auf dem Reitplatz niederliess oder wir mit fünfzehntausend anderen Pferd in der Abteilung reiten durften. Schwierig wurde es für mich eigentlich erst, wenn es ins Gelände ging und gerade das macht mir beim Reiten am meisten Freude: Lange ausgedehnte und entspannende Ritte durch die Natur. Aber nicht mit einem durchgedrehtem Umzugswagen, der bei jedem Astknacken auf den Arm wollte. Ich verlor die Freude und mein Gesäß nach jedem Sturz die Nerven.


Tja und als ich meine Frau kennen lernte, musste die staunen, wie groß Warmblüter werden können und was sich ein begeisterter Reiter alles antut, um mit seinem Pferd auf Du und Du zu stehen.

Ich besuchte Sie zunächst in der Schweiz, wo wir auf kleinen stämmigen Pferden mit dickerem Popo und einem abgeklärtem Gesichtsausdruck über Stock und Stein ritten und der Weg uns an tiefe Abgründe führte, natürlich mit einem Reitweg, nicht breiter als mein Handtuch. Naja, Zähne zusammen beißen und zeigen was preußische Kavallerieschule einen gelehrt hat. Diese stämmigeren Pferde (sogenannte leichte Kaltblüter, haha schon mal einen auf dem Fuss stehen gehabt?) heißen also Freiberger.

Die Jahre vergingen und aus meinem Brandenburger wurde ein Friese. Schon damals meinte meine Frau: „Warum kaufst Du Dir keinen Freiberger. Sind tolle Pferde. “ „ Ich reite doch nicht auf einem Bauernpferd.“
Es sind wohl solche unerfahrenen Borniertheiten, die ich mir selbst erst austreiben musste, um zu erkennen, dass ich es mir viel leichter hätte machen können, wenn ich schon früher auf diese Rasse gestoßen wäre (um nicht zugeben zu müssen, das ich besser auf meine Frau hätte hören sollen).
Mit den Ehejahren setzte ich nicht nur Ringe an (und schon aus diesem Grund suchte ich einen Gewichtsträger als Pferd), sondern entdeckte auch meine Leidenschaft für das Gespannfahren. Je mehr Pferde davor sind, umso schöner.
Und spätestens hier haben sich die Freiberger vollends in mein Herz geschlichen, doch nicht nur in meins. Ich ertappe gelegentlich Fahrerfreunde, die mit Ihrem Viererzug Warmblüter am Schwitzen sind, als befänden sich im Fitnesstudio an der Armpresse. Meine Frybis kann ich mit zwei Fingern fahren und selbst der dichte Stadtverkehr macht ihnen gar nichts aus. Regelmäßig leiht sich ein Berufsfahrer meine Jungs aus, um Hochzeiten zu fahren, oder Fahrunterricht im Stadtverkehr zu erteilen. Tja ich weiss, seine edlen Pferdchen sehen vielleicht edler aus, aber mir sind meine Nerven lieber und er muss vielleicht auch noch diese Entwicklung durchmachen!
So kann ich schlussendlich nur sagen, heute bin auch ich ein verrückter Frybi-Jünger und halte die Schweizer Flagge für diese tolle Rasse hoch. Mögen niemals zu viele Menschen sie für sich entdecken, damit ihr nicht das gleiche droht wie den Haflingern oder Friesen.

Jörg Ahlheid

Das sagen unsere Kunden

Und so fing es an ...
"Wir waren auf der Suche nach einem idealen Freizeitpartner, vorher hatten
wir leider schlechte Erfahrungen gemacht und suchten nun für uns das neue Glück.
Nach vielen Wochen vor dem Internet und Verkaufsanzeigen bekam ich den
Tipp, doch mal auf der Internetseite von Susan zu schauen, vielleicht gefällt mir
ja eines der Verkaufspferde oder weckt mein Interesse...... "


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